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Wirken Schreckensszenarien aktivierend?

18.09.2019 - Ein animierter Kurzfilm der OdA Umwelt wagt den Balanceakt zwischen Alarmismus und Humor. Am 20. September feiert er im Rahmen des 9. Filme für die Erde Festivals seine Premiere.


Fachkräfte in der Umweltwirtschaft

Im Jahre 2097 kehrt ein Raumschiff zur Erde zurück. Aus sicherer Entfernung beobachtet die Besatzung den blauen Planeten. Das Bild, welches sich ihr offenbart, ist erschreckend: Dürren, Hochwasser und Hungersnöte soweit das Auge reicht. Krankheiten, die längst überwunden geglaubt waren, plagen die Überlebenden.


Selbst in den Alpen denkt niemand mehr ans Skifahren.


Fördern diese Schreckensbilder nicht eher Resignation als Engagement? Führt überrissener Alarmismus gar zu Lethargie und Hoffnungslosigkeit? Solche Zukunftsszenarien sind in der Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen umstritten. 


Das Animations-Video der OdA Umwelt entkommt dieser Falle geschickt. Es nimmt einerseits Bezug auf wissenschaftliche Studien und nimmt sich andererseits auch nicht all zu ernst. «Das Video soll die Leute nicht deprimieren. Es soll sie mit einer gesunden Portion Alarmismus zum Handeln aktivieren», erklärt Michael Heger, Kommunikationsverantwortlicher der OdA Umwelt. Doch der springende Punkt liegt anderswo: Es werden Perspektiven und Lösungen aufgezeigt.

 

Menschen, die «bereits heute einen Beitrag leisten, dass unsere Enkelkinder Bienen und Gletscher nicht in den Geschichtsbüchern nachschlagen müssen» stehen im Blickpunkt, wie die Erzählstimme von Michael Betz im Video erklärt. Der aus Formaten wie der «heute-show» oder «Welt der Wunder» bekannte Moderator meint damit Fachkräfte, die in der Umweltwirtschaft tätig sind - von Wissenschaftlerinnen über Erwachsenenbildnern, bis hin zu Rangern und Umweltberaterinnen. Aus- und Weiterbildungen, die zu einer Stelle im Natur- und Landschaftsschutz führen, gibt es auf allen Bildungsstufen. Wer sich nach dem Anblick der Schreckensszenarien im Video auf die Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit machen will, findet unter Umweltprofis.ch/natur einen Wegweiser.

 

Den animierten Kurzfilm gibt es auf Youtube. Ähnlichkeiten zu lebenden Personen sind rein zufällig.


Das Video-Projekt wurde im Rahmen der Arbeitsgruppe «Natur und Landschaft» der OdA Umwelt umgesetzt. Folgende Bildungsinstitutionen sind Mitglieder der Arbeitsgruppe:

 

BZWL – Bildungszentrum Wald Lyss

https://www.bzwlyss.ch/

 

HEPIA – Haute école du paysage, d’ingénierie et d’architecture
https://www.hesge.ch/hepia/

 

sanu future learning ag

https://www.sanu.ch/

 

silviva

https://www.silviva.ch/

 

Das Institut für Umwelt und Natürliche Ressourcen der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

https://www.zhaw.ch/de/lsfm/institute-zentren/iunr/
 

Im Rahmen des 9. Filme für die Erde Festivals läuft das Video zwischen den Hauptfilmen. Das Festival findet am 20. September 2019 in zwanzig Städten in der Schweiz, Deutschland und in Liechtenstein statt.

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